[Rezension] Sarah Elise Bischof – “Panthertage”

563b69bc86“Panthertage – Mein Leben mit Epilepsie” ist das Debüt von Autorin Sarah Elise Bischof und wurde bereits seit Monaten freudig erwartet. Passend dazu erfolgte die Veröffentlichung übrigens am Purple Day for Epilepsy Awareness

Seit nunmehr zehn Jahren lebt Sarah mit ihrer Diagnose, der Grand-Mal-Epilepsie. Als die Diagnose kam, war Sarah gerade einmal 20 Jahre alt, ihr stand die Welt offen, sie wollte so viel erleben – dann der Schock. Doch für sie ist diese Krankheit noch lange kein Grund, sich ihr kampflos zu ergeben oder auf die schönen Seiten des Lebens zu verzichten.

Während ihr ein Neurologe runterbetet, welche Einschränkungen solch eine Diagnose (angeblich) mit sich bringt, dass sie zwar ein Studium anfangen kann, es aber bestimmt nicht zu Ende bringen wird, packt Sarah ihre Koffer und zieht vom elterlichen Nest in Schweden nach München. An der LMU geht sie ihr Hauptstudium an, trifft auf einige Barrieren, die sie erfolgreich durchstößt, bis sie schließlich ihre Magister-Urkunde in den Händen hält. Mit der Zeit hat sie sich in München ein sicheres Netz aus Ärzten und Freunden geschaffen, welche sie unterstützen, wenn es mal wieder zu einem Anfall kommt. Auf jeden Anfall folgen zwei, drei, oder auch mehrere, schwarze Tage, die sogenannten Panthertage, in denen Sarah sich erholen muss und eben nicht alles schaffen kann. Doch wenn sie fällt, dann steht sie auch auf. Und sie versucht, jeden einzelnen Tag zum allerbesten Tag zu machen.

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[Rezension] Bradley Somer – “Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel”

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Ein schlichtes, aber leuchtend buntes Cover, ein eher ungewöhnlicher Titel – “Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel” – machen Laune und neugierig auf den zweiten Roman des australischen Autors Bradley Somer.

The Seville on Roxy ist ein Betonkasten, ein Hochhaus, in dem viele Menschen – Männer, Frauen, Kinder, Singles, Familien, – leben, täglich ihrem Leben nachgehen, aber ihre viele Nachbarn doch irgendwie nicht kennen.

An dem Tag, an dem ein Goldfisch namens Ian aus seinem Goldfischglas auf dem Balkon im 27. Stock fällt, funktioniert der Aufzug in diesem Hochhaus nicht. Dadurch geschehen Dinge, die so vielleicht nicht passiert wären. Und alles nur, weil die Bewohner und Gäste des Seville gezwungen sind, die Treppe zu nehmen.

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[Rezension] Barry Jonsberg – “Flieg, so hoch du kannst”

441_30964_149874_xxlNachdem mich “Das Blubbern von Glück” vor einigen Monaten absolut begeistern konnte, war ich umso gespannter auf die nächste deutsche Veröffentlichung von Barry Jonsberg, das Kinderbuch “Flieg, so hoch du kannst”.

Holly Hayley ist ein ganz gewöhnlicher Teenager. Sie hasst nicht nur ihren Namen, sondern vor allem auch ihr Aussehen, ihr “Uncool-Sein” und verwünscht mindestens einmal täglich ihre Mutter. Ihr Taschengeld spart sie für eine Rundum-Schönheits-Operation und statt ihre Jugend einfach mit ihrer besten Freundin zu genießen, versinkt sie im Selbstmitleid.

Als eines Tages ihre Tante und ihre Cousine vorübergehend in Hollys Haus einziehen, scheint Hollys Unglück vollkommen zu sein. Denn wie soll sie in Demis coole Clique aufgenommen werden, wenn ihre Cousine Cassie, welche an einen Rollstuhl und permanente Pflege gefesselt ist, doch so peinlich ist.

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[Rezension] Melanie Raabe – “Die Falle”

Die Falle von Melanie Raabe

Vor einigen Tagen ist bei btb “Die Falle” von Melanie Raabe erschienen. Sowohl das düstere Cover als auch der geheimnisvolle Klappentext haben mich schließlich sehr neugierig gemacht….

11 Jahre lang hat die erfolgreiche Schriftstellerin Linda Conrads ihr Haus nicht verlassen. Der Grund dafür ist eine seltene Krankheit. Ihr gesamtes Leben spielt sich ausschließlich in diesem Haus ab. Kontakt zur Außenwelt hat sie durch die Besuche ihrer Haushaltshilfe Charlotte, ihrem Verleger und besten Freund Norbert, sowie das Internet. Und Linda hat ihre Bücher.

Was niemand weiß: vor Jahren, vor ihrem Rückzug, hat Linda ihre Schwester eines Abends tot aufgefunden. Anna wurde ermordet und Linda hat das Gesicht ihres Mörders gesehen – trotzdem wurde der Fall nie aufgeklärt. Doch eines Tages sieht Linda das Gesicht von Annas Mörder wieder und beschließt, ihm eine Falle zu stellen.

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[Rezension] Yves Grevet – “NOX – Unten”

9783423650120Nach der erfolgreichen Méto-Trilogie ist nun der Auftakt einer neuen Jugendbuch-Reihe von Autor Yves Grevet erschienen, mit dem Titel “NOX – Unten”.

NOX ist eine Wolke, welche die Stadt zweiteilt. Die Oberstadt lebt im Licht, deren Bewohner sind reich und genießen alle Privilegien. Die Bewohner der Unterstadt dagegen leben im Dunkeln, im Schmutz und in Armut. Schon von Geburt an wird ihnen beigebracht, möglichst flach zu atmen, um die giftigen Abgase von NOX nicht einzuatmen und damit die Lebenserwartungen zu steigern. Jedes bisschen Licht und Energie muss von jedem selbst erzeugt werden.

Lucen und Gerges leben unten und sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet. Doch deren Eltern wird diese Freundschaft zunehmend ein Dorn im Auge, da sich beide Familien politisch engagieren – jede auf der jeweils gegnerischen Seite. Ludmilla dagegen genießt ihr Leben oben, bis sie von ihrem Kindermädchen von den wahren Verhältnissen unten erfährt und beginnt, ihrem Vater zu misstrauen.

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Top 10 der besten Buchverfilmungen – Teil 2

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Die Top 10 der schlechtesten Buchverfilmungen kennt ihr bereits, genauso wie den ersten Teil meiner persönlichen Top 10 der besten Buchverfilmungen – hiermit folgt also Teil zwei und damit (vorerst) auch der letzte Post dieser Reihe.

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[Rezension] Wendy Wunder – “Das Glück wächst nicht auf Bäumen”

“Das Glück wächst nicht auf Bäumen” – alleine dieser Titel hat mich sofort auf den neuesten Jugendroman von Wendy Wunder neugierig gemacht.

Hannah und Zoe sind beste Freundinnen. Dabei sind sie eigentlich so verschieden. Hannah ist schüchtern, vorsichtig, hält sich gerne an Regeln, lernt gern. Zoe dagegen ist voller Energie, impulsiv, kann nicht stillsitzen, möchte alles Mögliche entdecken und ausprobieren. Doch für die Menschen, die sie liebt, würde sie alles tun. So kümmert sie sich hingebungsvoll um ihren jüngeren Bruder, Noah, der Asperger hat.

Was Hannah und Zoe aber immer verdrängen: Zoe ist krank. Und als eines Tages die Krankheit, über die man nicht spricht, wieder einmal ihre Anzeichen zeigt, flüchten die beiden Freundinnen – raus aus New Jersey, die Welt entdecken. Mit nur einem Koffer voller Münzen und dem LeMans machen sie sich auf den Weg gen Westen.

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Leseparty – teilt mit uns 4 Tage lang die Bücherliebe!

In wenigen Tagen ist es soweit und hunderte Bücherliebhaber – Autoren, Verlagsmitarbeiter und Blogger – treffen sich auf der Leipziger Buchmesse, um sich über das auszutauschen, was sie alle gemeinsam haben: tolle Bücher. Für all diejenigen, die diesmal nicht dabei sein können, haben wir nun ein Alternativprogramm:

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[Rezension] Joanna Rakoff – “Lieber Mr. Salinger”

9783813505153_CoverIn ihrem Roman “Lieber Mr. Salinger” erzählt Joanna Rakoff davon, wie sie im Jahr 1996 nach New York kommt, mit ihrem Freund in eine Wohnung zieht, die eher die Bezeichnung “Bruchbude” verdient und vor allem wie sie ihren ersten Job in einer Literaturagentur antritt. Vollkommen ohne Erwartungen und breitere Kenntnisse fängt sie als Assistentin der Chefin der Agentur an und verbringt die meiste Zeit damit, Briefe abzutippen – auf einer Schreibmaschine, da die Agentur sich noch nicht digitalisieren möchte. 1996 kommen Computer erst in die Mode.

Das Besondere an dieser Geschichte ist aber die Tatsache, dass diese Literaturagentur den berühmten Autor J.D. Salinger vertritt. Joanna hat selbstverständlich schon von seinen Werken gehört, aber noch keines davon gelesen. Erst als sie selbst am Telefon ein wenig ins Gespräch mit dem Autor kommt und vor allem als sie seine Fanpost von zahlreichen begeisterten Lesern liest, merkt sie, wie besonders dieser Autor ist.

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Top 10 der besten Buchverfilmungen – Teil 1

BuchFilm

Während es hier und hier meine persönliche Top 10 der schlechtesten Buchverfilmungen zu entdecken gab, folgen nun natürlich auch die Buchverfilmungen, die mir bisher am besten gefallen haben – und hier fiel die Auswahl auf zehn recht schwer, da es überraschenderweise doch viele Buchverfilmungen gibt, die mir gut gefallen haben, trotz möglicher Änderungen im Hinblick auf die Buchvorlage.

Auch hier gilt wieder: diese Liste ist natürlich rein subjektiv und basiert ausschließlich auf meinem persönlichen Geschmack – und die Reihenfolge ist absolut willkürlich gewählt. 

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[Rezension] Cynthia Swanson – “Als ich erwachte”

Als ich erwachte von Cynthia Swanson

Nach mehreren Kurzgeschichten veröffentlichte Autorin Cynthia Swanson nun mit “Als ich erwachte” ihren ersten Roman, auf welchen ich bereits im Vorfeld durch das schlichte, aber tolle Cover sowie einer überaus interessant klingenden Inhaltsbeschreibung neugierig geworden bin.

Es ist das Jahr 1962 und Katharyn, von allen aber Kitty genannt, betreibt gemeinsam mit ihrer einzigen und besten Freundin Frieda eine Buchhandlung. Als sie diese eröffnet hatten, führte eine Straßenbahn durch die Straße, an der das Sisters liegt und das Geschäft florierte. Jetzt haben die beiden jedoch immer weniger Kunden, welche es alle in die großen, neuen Einkaufszentren außerhalb der Stadt zieht.

Doch das schlecht laufende Geschäft ist eines Tages nicht mehr Kittys einzige Sorge. Immer wenn sie einschläft, findet sie sich einer Traumwelt wieder, in der sie glücklich verheiratet ist und gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in einem großen Haus lebt. Diese Traumwelt fühlt sich zunehmend immer realer an, macht Katharyn aber auch immer mehr Angst. Manchmal wünscht sie sich nichts sehnlicher, als endlich aufzuwachen und in ihre Welt zurückzukehren…

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Sonntagstanz #26

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Im letzten Sonntagstanz vor vier Wochen erzählte ich von der Leseflaute – die habe ich danach zwar in den Griff bekommen, sozusagen, aber dafür habe ich ehrlich gesagt mehr Serien geschaut, als dass ich gelesen habe. Schuld hat eine Serie, die die Serienjunkies unter euch sicherlich bereits kennen und lieben: Pretty Little Liars. Ich hatte vor einiger Zeit mal die ersten zwei oder drei Folgen angeschaut und beschlossen, dass mir die Serie, allen voran die vier Hauptfiguren überhaupt nicht gefallen. Tja, jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, dass Netflix die fünfte Staffel online stellt.

Apropos Serien und Ablenkungen – habt ihr schon meine Beiträge über Buchverfilmungen entdeckt? Hier und hier gab es meine persönliche Top 10 der schlechtesten Verfilmungen, eine Top 10 der meiner Meinung nach besten Verfilmungen folgt noch.

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